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Mitteldeutsche Städte kooperieren bei kommunaler IT 

Die kommunalen IT-Dienstleister eBit Dresden, KID Magdeburg GmbH und Lecos GmbH Leipzig werden künftig

enger zusammenarbeiten. Dazu haben die drei mitteldeutschen Städte gestern die Gründung eines gemeinsamen

IT-Kompetenzzentrums vereinbart. Die Kooperation der drei Unternehmen biete sich an, da sich ihr Dienst-

leistungs- und Servicespektrum ergänze, erklärt Dr. Michael Breidung, Geschäftsführer von eBit.

 

 

Die Kommunen reagieren damit auch auf die immer knapper werdenden finanziellen Mittel. Den vom Gesetzgeber

verlangten Verwaltungsaufgaben seien die Städte nicht ohne entsprechende elektronische Datenverarbeitung

gewachsen. Diese müsse aber ebenso effizient und sicher wie auch kostengünstig realisiert werden.

Einsparungspotenziale ergäben sich unter anderen durch Standardisierung der eingesetzten Soft- und

Hardware sowie durch günstigere Einkaufskonditionen bei gemeinsamer Beschaffung.

In den alten Bundesländern werden Synergieeffekte durch Bündnisse kommunaler IT-Dienstleister bereits

genutzt, beispielsweise von der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung Bayern AKDB oder Dataport in

Norddeutschland. Von diesem Konzept wollen nun auch die Gemeinden der Bundesländer Sachsen und Sachsen-

Anhalt profitieren.

Deutschland hinkt bei der Umsetzung von E-Government-Angeboten für die Bürger im europäischen Vergleich

allerdings hinterher. "Der faktische Ausschluss des Know-hows privater Software-Anbieter ist der aus-

schlaggebende Grund dafür, dass Deutschland im europäischen E-Government-Vergleich allenfalls Mittelmaß

ist", kritisiert Ulrich Schlobinski, Vorsitzender des Databund e.V., einem Verband privater mittelstän-

discher IT-Dienstleister auf dem kommunalen Markt. Das IT-Beratungsunternehmen Capgemini glaubt hingegen,

dass E-Government zu wenig als Wirtschaftsfaktor erkannt werde und zu häufig nur die Kosten betrachtet

würden. (map/c't)

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